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Museumsinsel
nördlicher Teil der Spreeinsel

Staatliche Museen zu Berlin

Bode-Museum

Das Bode-Museum - eines der 5 Architektur-Solitäre der Berliner Museumsinsel und UNESCO-Weltkulturerbe - wurde im Masterplan Museumsinsel unter den Architekten Heinrich Tesar und Christoph Fischer generalsaniert und nach modernsten Gesichtspunkten der Museumsgestaltung, unter Berücksichtung strenger denkmalpflegerischer Vorgaben, neu eingerichtet. Die Bauplanung und -leitung hatte das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung.

Am 19. und 20. Oktober 2006 fanden Tage der Offenen Türen statt. Seit Samstag, den 21. Oktober 2006 ist das Museum an der nördlichen Spitze der Museumsinsel wieder für die große Öffentlichkeit zugänglich. Das Bode-Museum - als Kaiser-Friedrich-Museum 1904 eröffnet und 1956 zu Ehren Wilhelm von Bodes in Bode-Museum umbenannt -beherbergt hochrangige Kunstwerke der folgenden Sammlungen

- Skulpturensammlung

- Museum für Byzantinische Kunst

- Münzkabinett

- 150 Werke der Gemäldegalerie und eine Auswahl hochrangiger Möbel aus dem Kunstgewerbemuseum (Hauptstandort: Kulturforum Potsdamer Platz)

Die Skulpturensammlung und das Museum für Byzantinische Kunst

Die Skulpturensammlung ist eine der größten Sammlungen für ältere Plastik in Deutschland. Nach Jahrzehnten der Teilung konnte die Sammlung im Bode-Museum zusammengeführt werden und kann nun nach der Generalinstandsetzung des Hauses mit dem Museum für Byzantinische Kunst wieder eröffnet werden.

Das Museum für Spätantike und Byzantinische Kunst besitzt eine erstrangige Sammlung spätantiker und byzantinischer Kunst und ist das einzige seiner Art in Deutschland. Es präsentiert frühchristliche, byzantinische und nachbyzantinische Kunst aus der Zeit vom 3. bis zum 19. Jahrhundert.

Münzkabinett

Das Münzkabinett stellt mit 500.000 Objekten eine der größten numismatischen Sammlungen dar. Die Sammlung verdankt ihre Weltgeltung dem Reichtum und der Geschlossenheit der Münzserien vom Beginn der Münzprägung im 7. Jahrhundert v. Chr. in Kleinasien bis zu den Münzen und Medaillen des 20. Jahrhunderts. Außerdem zeigt das Münzkabinett im Pergamonmuseum eine ständige Ausstellung antiker Münzen mit über 1.700 Spitzenstücken. Es ist ferner im Alten Museum und im Museum für Vor- und Frühgeschichte mit ausgewählten Beständen präsent.

Zu den bedeutendsten Beständen gehören 102.000 griechische und etwa 50.000 römische Münzen der Antike, 160.000 europäische Münzen des Mittelalters und der Neuzeit sowie 35.000 islamisch-orientalische Münzen. Die sich um 1400 entwickelnde Medaillenkunst ist mit 25.000 Stücken vertreten. In der Regel handelt es sich dabei um Reliefdarstellungen, die anläßlich besonderer Ereignisse oder zu Ehren einer geschichtlichen Persönlichkeit geprägt wurden und auch heute noch hergestellt werden. Neben den Münzen und Medaillen gehören eine Papiergeldsammlung, eine Sammlung historischer Siegel seit dem Mittelalter und Beispiele für Geldformen der Naturvölker zum Bestand. Ferner sind Münzwerkzeuge, darunter mehr als 10.000 Stempel, der in Berlin seit dem 17. Jahrhundert geprägten Münzen, sowie eine umfangreiche Medaillensammlung bis zur Gegenwart Bestandteile der größten europäischen Sammlung.

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